6 auf einen Streich: VSH muss Branchenrisiken berücksichtigen

09.04.2020 | Wissenswertes

Mit einem mangelhaften Risikoschutz verspielen Ihre Kunden nicht nur ihre wirtschaftliche Basis, sondern auch das Vertrauen ihrer Kunden. In vielen Fällen ist die Vermögensschadenhaftpflicht (VSH) daher eine wichtige Police im Maklerportfolio. Das zeigen auch zahlreiche Schadenbeispiele.

Als Versicherungsmakler üben Sie einen anspruchsvollen Beruf aus: Anforderungsprofile und gesetzliche Vorgaben verschiedenster Berufsbilder werden immer komplexer, was immer größere Schadenpotenziale nach sich zieht. Deshalb ist eine Vermögensschadenhaftpflicht für viele Berufe bereits gesetzlich fixiert. Doch auch für Branchen, deren Risiko noch keine Pflichtversicherung regelt, ist eine VSH essenziell. 

Kennen Sie das Risiko!

Mit der Vermögensschadenhaftpflicht sichert Markel unterschiedliche Kundengruppen punktgenau und branchenspezifisch ab. Ob IT-Unternehmen oder IT-Freelancer, Medienagenturen, Unternehmensberater, Dienstleister, E-Commerce-Betriebe oder Berufsbilder rund um die Immobilienwirtschaft – ein passgenaues Risikomanagement ist alternativlos. Das wissen Sie. Umso wichtiger, dass Ihre Vertriebsargumente überzeugen. Durch die Berücksichtigung möglicher Schadenszenarien geben Sie Ihren Kunden einfache Praxiseinblicke, in denen sie sich im Zweifelsfall wiederfinden. Aus abstrakten potenziellen Risiken werden so konkrete Szenarien. 

Wir haben in diesem Beitrag mögliche Schadenszenarien für die Bereiche unserer VSH-Produkte erstellt, die Sie im Zweifelsfall bei der Überzeugungsarbeit im Beratungsgespräch unterstützen.

Zielgerichtet beraten – diese Schäden können Ihre Kundengruppe treffen:


IT

IT-Freelancer: Programmierfehler
Ein freiberuflicher Programmierer entwickelt als Subunternehmer einer Social-Media-Agentur eine Datenbanksoftware zum Versand von 12.000 Online Mailings für ein Modeunternehmen. Aufgrund eines Programmierfehlers werden die formatierten E-Mails falsch versendet, weshalb die Agentur eine Schadenersatzklage eröffnet. Der Grund: Entgangener Gewinn von 200.000 EUR, da der Modekonzern der Agentur den jährlichen Social-Media-Etat entzogen hat.

IT-Unternehmen: Übertragung von Viren
Ein IT-Unternehmen implementiert ein Shopping Tool für einen Spielwarenzulieferer. Ein neuer Mitarbeiter loggt sich mit seinem Laptop ins Firmennetzwerk des Kunden ein, dabei wird ein bis dato unentdeckter Virus ins Netzwerk des Auftraggebers eingeschleust. Bis zum Abschluss der Entseuchung steht der Betrieb drei Tage still, das IT-Unternehmen wird auf Sachschaden und entgangenen Gewinn in Höhe von 600.000 EUR verklagt, ein Ver-gleich kann ausgehandelt werden.

Media

Falsche Druckvorlage
Eine Medienagentur soll für einen Messeauftritt einen Produktflyer überarbeiten, verwendet für den Druckauftrag allerdings eine falsche Druckvorlage: Zwar sind in der Datei die neuen Texte korrekt dargestellt, allerdings wurden die Produktbilder nicht ausgetauscht und neu angeordnet. In Nachtschichten für die Korrekturen und einen Nachdruck des Flyers kann zwar pünktlich zur Messe geliefert werden, der durch diesen Zusatzaufwand entstandene Schaden beläuft sich für die Agentur dennoch auf stolze 33.000 EUR. 

Urheberrechtsverletzung
Eine Webagentur nutzt im Rahmen einer großen Onlinekampagne für einen Finanzkunden geschütztes Bildmaterial eines Wettbewerbers. Ohne weitere Prüfung wird die Seite live geschaltet und auf zahlreichen sozialen Medien beworben. Der rechtliche Eigentümer der Bilder reagiert mit einer Abmahnung, der Auftraggeber fordert Schadenersatz, weil die Kampagne storniert werden muss. Der Schaden beläuft sich auf 145.000 EUR, auch wenn der Fall außergerichtlich geklärt werden kann.

Berater

Falschauskunft
Für einen Kunden müssen Fördergelder beim Land beantragt werden, im Beratungsgespräch verwechselt der Berater allerdings die Fristen für den Antrag auf diese Subvention. Die Folge: Der Kunde hat keinen Anspruch mehr auf Fördermittel in Höhe von 20.000 EUR, der Fall geht vor Gericht.

Nicht firstgerecht
Als Interimsmanager ist Ihr Mandat für vier Monate mit der strategischen Geschäftsführung betraut. Im Rahmen dieser Aufgabe stellt er zehn neue Mitarbeiter ein, was sich im Nachhinein als massive strategische Fehlentscheidung herausstellt. Hier greift der Zusatz-baustein D&O für Interimsmanager. 

Dienstleister

Falschbuchung
Ein Hochzeitsplaner verschreibt sich und bestellt das Catering für eine Hochzeit zum 25. Juni anstatt zum 22. Juni. Durch dieses Missgeschick entstehen ihm massive Schäden, denn so-wohl der Auftraggeber als auch der Caterer nimmt den Hochzeitsplaner in die Pflicht. Zu-dem ist der Reputationsschaden enorm, der Fall „macht die Runde“.

Verzögerungsschaden
Ein freiberuflicher Übersetzer versäumt die Abgabefrist eines Auftrages, der diesen in Haf-tung nimmt. Ein sogenannter Verzögerungsschaden entsteht.

E-Commerce

Warenlagerschaden
Ein Rohrbruch setzt das Warenlager eines Onlineshop-Betreibers unter Wasser, die Waren sind mehrheitlich unbrauchbar. Bis das Lager wieder nutzbar ist, muss er zudem ein Depot anmieten. Insgesamt fallen 17.000 EUR für die Entsorgung der zerstörten und die Wiederbeschaffung neuer Waren an, die Umlagerung und der Rückumzug wiederum belaufen sich auf 4.000 EUR. 

Daten-Eigenschaden
Der Betreiber einer Online-Plattform bemerkt einen Hackerangriff, in dessen Folge 500 Kundendaten gestohlen wurden. Ihm entsteht ein Eigenschaden von 72.500 EUR für die IT-Forensik sowie den Anwalt, um erforderlichen Informations- und Meldepflichten nach-zukommen.

Immobilienwirtschaft

Fehlinformation
Ein Immobilienmakler hat erfolgreich ein Bürogebäude vermittelt. Nun fordert der Mieter Schadenersatz in Höhe von 60.000 EUR, weil das Gebäude entgegen der Vermittleraussage nicht komplett, sondern nur im Erdgeschoss klimatisiert ist. Die VSH springt ein und gemeinsam verständigt man sich auf die Zahlung der anteiligen Kosten, die für den Einbau einer Klimaanlage anfallen.

Schlüsselverlust
Ihr Kunde verliert fünf Schlüssel, die er vom Eigentümer für Besichtigungstermine eines Mehrparteienhauses bekommen hat. Der Austausch der Zylinder sowie der Schlüssel schlägt mit fast 15.000 EUR zu Buche, die VSH des Immobilienmaklers springt ein.

Ihr Business? Vielseitig. Ihre Beratung? Professionell.

Die große Herausforderung Ihrer Beratungsleistung: Berufsbilder entwickeln sich stetig weiter, sie verändern sich oder werden durch neue Profile ersetzt. Auch bringt gerade die Digitalisierung immer neue Berufsbilder hervor. Hier bleiben wir zusammen mit Ihnen am Puls der Zeit, prüfen Tätigkeitsprofile Ihrer Kunden und entwickeln bei Bedarf eine abgestimmte Versicherungslösung.

Auf den Punkt versichert:
09.04.2020 - Wissenswertes - Yvonne Egberink

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