Makler als Marke: Was eine gute Website können muss

13.08.2020 | Wissenswertes

Die meisten Kunden vergleichen Versicherungen online, weshalb gerade Makler zunehmend darauf angewiesen sind, als Experte sichtbar zu werden. Eine gut gemachte Website verspricht Reichweite und die Chance, sich beim Kunden zu positionieren.

Geschäft? Das kommt heute (vermehrt) über Suchmaschinen. Die meisten haben das erkannt. Doch viele schätzen die Funktionsweise ihrer Website falsch ein – sie ist nicht aktuell, nicht schnell genug, nicht gut gestaltet, der Content nicht ansprechend. Doch „eine Website, die den Nutzern keinen Mehwert bietet, wird niemals erfolgreich sein.“ Makler und Versicherungsvermittler, die ihre Vertriebschancen aktiv nutzen möchten, brauchen eine stimmige Online-Präsenz. Sie ist das digitale Schaufenster, die virtuelle Eingangspforte, der individuelle Partner. Kurzum: Die Website ist der erste Kontakt zwischen Makler und Interessent. Und damit dieser sich das digitale Schaufenster genauer anschaut und dort länger verweilt, darf die eigene Website den Besucher weder langweilen noch überfordern.

Als Experte sichtbar werden

Tagesgeschäft, Vertrieb, Verwaltungstätigkeiten und Fortbildungen – Makler sind „busy“. Wie soll man da noch eine Website betreiben? Größere Maklerhäuser beauftragen Agenturen mit Aufträgen zu Design, Content, Technik und Suchmaschinenoptimierung. Für kleinere Unternehmen und Einzelkämpfer empfehlen sich branchenspezifische Systemlösungen nach dem Baukastenprinzip, die technische und rechtliche Änderungen zentral erfassen, dem Makler davon abgesehen jedoch ein hohes Maß an Individualisierung bieten. Freie Texter oder Redakteure wiederum können dabei unterstützen, den Content professionell und aktuell zu halten und Stammkunden mit Newslettern zu versorgen.

Hier ist übrigens noch deutlich Luft nach oben, wie ein Umfrage des Münchener Webhosters Domain Factory unter 2.000 Verbrauchern zeigt: Noch vor drei Jahren zumindest war jeder zweite Interessent unzufrieden mit der Qualität von Makler-Webseiten, die Informationsqualität sei mangelhaft, das Design schlecht und die Ansprache nicht zielgruppengerecht.

Die drei goldenen Regeln für eine professionelle Website

Natürlich sind Angebot und Zweck einer Website extrem divers, mal stehen schnell ladbare Angebote und eine optimale „Usability“ im Fokus, mal der kreative und hochwertige „Look“. Doch auch, wenn sich dadurch Schwerpunkte verschieben, die drei wesentlichen Kriterien für eine professionelle Website sind immer gleich: 
  1. Eine gute Website sieht optisch ansprechend, aufgeräumt und profesionell aus
  2. Gute „Usability“, also optimale Funktionalität und Benutzerfreundlichkeit, ist Pflicht
  3. Der Inhalt muss aussagekräftig und überzeugend sein – Content is King!

Wie kann man diese Regeln erfüllen?

Zunächst haben Ihre Ziele einen großen Einfluss auf die Gestaltung und den Inhalt der Website: Dafür ist es wichtig, den Kunden gut zu kennen und sowohl Inhalt als auch Design und Schreibstil entsprechend anzupassen. Geht es um relevante Inhalte für Versicherungsmakler, liegt der Fokus natürlich auf den Leistungen, dem Portfolio, aktuellen Angeboten sowie aktuelle und allgemeine Hintergrundinformationen zum Thema Versicherungen und Finanzen. Ansonsten gilt: Die Basis muss stimmen.

Ihre Checkliste für eine gute Website

  • Einfache und flache Navigation: Der Nutzer sollte sich sofort zurechtfinden und mit möglichst wenigen Klicks zum Ziel kommen – die Benutzung der Seite muss daher intuitiv und flüssig sein, komplizierte Menübäume und Elemente, die die Seite verlangsamen, sind tabu. Gut sind auch gängige Begriffe wie “Home”, “Über uns”, “Leistungen”, etc. 
  • Zeitgemäßes, stimmiges Design: Der optische Eindruck ist das Erste, was Besucher wahrnehmen. Deshalb sollte das Design immer zeitgemäß, professionell und in sich stimmig sein – das zeugt von Seriosität und Qualität. 
  • Übersichtliche und klare Struktur: Die Website sollte schnell und klar beantworten, was der Makler anbietet, wer er ist und was der Besucher auf der Seite machen kann. 
  • Inhalt mit viel Mehrwert: Der Fokus liegt auf den wichtigen Informationen und Anweisungen, epische Texte zu Mission und Werten zählen nicht dazu. Klar ist das WER und WAS wichtig, sollte sich jedoch auf die Aspekte beschränken, die den Besucher tatsächlich interessieren. Mehrwert ist ein weiteres Stichwort: Es muss deutlich werden, was dem Nutzer geboten wird und weshalb er hier richtig ist. Fotos, Videos, Grafiken und Textbeiträge können Inhalte stützen. 
  • Fachinhalte und News: Relevante, redaktionelle Fachinhalte aus den Bereichen Versicherung und Finanzen machen die Website zum umfang­reichen Infor­ma­tions­portal und positionieren den Makler klar als Experten. Das zieht nicht nur Neukunden, sondern bindet auch Stammkunden. Mehr dazu unter “Content is King”.
  • Responsive Webdesign: Der Zugriff auf Websites erfolgt heutzutage primär über mobile Endgeräte. Darauf muss eine Website eingestellt sein, um Absprungraten zu vermeiden. Ein responsives Design ist daher Standard, sprich die Seite muss sich automatisch an Format und System des Endgerätes anpassen. “Mobile First” gilt dabei für Design und Usability gleichermaßen. 
  • Schnelle Ladezeiten: Optimale Ladezeiten liegen zwischen zwei und drei Sekunden, wer länger warten muss, springt häufig ab und kehrt auch nicht zurück. 
  • Call to Action (CTA): Ein Key-Element, denn CTAs generieren Sales beziehunsgweise Leads. Ohne Handlungsanweisung fehlt vielen Besuchern die Führung, besser: Nutzer anleiten und zeigen, was er als Nächstes tun sollte. 
  • SEO-Optimierung: Die Seite kann noch so gut sein, wird sie bei Google nicht gefunden, hat sie kaum Relevanz. Doch nur ein gutes Google Ranking bringt organische Leads, stärkt den Vertrieb und erhöht die Bekanntheit vor Ort. Das gelingt zum einen durch eine suchmaschienenoptimierte Seite und dem Schwerpunkt auf Suchanfragen im regionalen Kontext sowie durch relevanten Content, denn inhaltlicher Mehrwert wirkt sich ebenfalls positiv auf das Suchmaschinen-Ranking aus. 
  • Kontakt und Interaktion: Möglichkeiten, in Kontakt oder gar in Interaktion zu treten, sind bei modernen Websites ein Muss. Neben einem gut ereichbaren Kontaktformular bieten Social-Media-Kanäle viele Optionen für Besucher: Inhalte teilen, liken oder kommentieren. Für Makler sind Blogs interessant, hier können Funktionen wie ein Share Button für Twitter, Xing oder Facebook eine hohe Bedeutung haben. Spannend ist auch eine integrierte Chat-Funktion. Diese sorgt für eine niedrige Kontaktschwelle. 

Übrigens: Eine zeitgemäße Live-Chat-Funktion unterstützt die aktive Kommunikation mit Besuchern auf der Makler-Website und beschleunigt die Kontaktaufnahme spürbar.

Der Kunde ist König – auch Content bleibt King

Google-Ranking, Neukundengewinnung, Bindung bestehender Kunden sowie die Positionierung als Experte seines Fachs: Eine Makler-Website lebt von Aktualität und Content. Inhalte sollten einzigartig und aktuell sein, redaktionelle Fachinhalte aus den Segmenten Versicherung und Finanzen, kombiniert mit Themengebieten der Zielgruppe, machen die Web-Präsenz zum Informationsportal. Das ist Fleißarbeit. Und erfordert nicht nur inhaltliche, sondern auch sprachliche Kompetenz. Hierbei können Freelancer oder Agenturen unterstützen. 

Fazit:

Vertrauen, Professionalität und Kompetenz machen den Makler zur Marke. Präsentieren Sie sich nahbar, sympathisch und unterstützend. Eine persönliche Beziehung zum Kunden bauen Sie davon abgesehen mit einem Newsletter oder über Social-Media-Kanäle auf. Davon losgelöst gilt: Lösen Sie die Probleme Ihrer Kunden. Das gelingt, wenn Design, Funktion und Inhalt harmonieren. Werden Sie kreativ!

Noch ein Tipp für die Makler-Website: 
Die Neukundengewinnung ist ein Top-Thema für Makler, potenzielle Kunden wiederum sind auf der Suche nach Top-Leistung zu Top-Konditionen. Zeigen Sie, was Sie zu bieten haben, bereiten Sie Angebote und Leistungen attraktiv auf, benennen Sie Vorteile deutlich. Hilfreich ist auch, Antragsformulare online bereitzustellen bzw. Abschlussmöglichkeiten sowie Informationen zu Art, Kosten und Leistung einheitlich und strukturiert anzubieten. Und weil nicht jede Frage den Umweg über einen persönlichen Termin erforderlich macht, helfen FAQs, eine Newsletter-Anmeldung oder ein Blog dabei, über aktuelle Themen und News zu berichten und so allgemeine Fragen direkt zu beantworten. Das Wichtigste jedoch: legen Sie los. Dafür gibt es unterschiedliche Systemlösungen und Baukästen, die zum Beispiel hier bewertet werden (Angaben ohne Gewähr): 
 
13.08.2020 - Wissenswertes - Yvonne Egberink

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