Markel Pro Immobilienwirtschaft

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Schadenbeispiele

Zahlendreher bei Mieterhöhung

Nach der Renovierung eines 12-Parteienhauses soll sich der Hausverwalter im Zuge neu abzuschließender Mietverträge am ortsüblichen Mietspiegel orientieren. Ein Zahlendreher schleicht sich ein, statt des Mietzinses von 8,70 €/m2 legt der Verwalter vertraglich 7,80 € fest. Bei 12 Parteien und einer durchschnittlichen Wohnungsgröße von 65 m2 entgehen dem Eigentümer jährlich 8.424 € an Mieteinnahmen. Dies macht er beim Hausverwalter geltend.

Renovierungskosten zu hoch

Ein Facility-Manager wird damit beauftragt, sich um den Fassadenanstrich zu kümmern und einen Handwerker zu verpflichten. Bei der Auftragsvergabe wurden nicht genügend Vergleichsangebote eingeholt. Die entstandenen Renovierungskosten erscheinen dem Eigentümer als zu hoch. Beim Einholen alternativer Angebote bestätigt sich dies und die Differenz wird vom Facility-Manager gelten gemacht.

Vergessener Wartungstermin

Der Hausverwalter vergisst den Wartungstermin für die Heizungsanlage einer von ihm verwalteten Immobilie. Im Winter fällt die Anlage aus, ein Ersatzteil ist erst nach mehreren Tagen verfügbar. Den 25 Bewohnern ist aufgrund eisiger Temperaturen nicht zuzumuten, in ihren Wohnungen zu bleiben. Die Mieter stellen dem Eigentümer die entstandenen Kosten in Rechnung, dieser nimmt die zuständige Hausverwaltung in Haftung.

D&O-Außenhaftung

Der Geschäftsführer eines Unternehmens verpasst es, den Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens rechtzeitig zu stellen. Trotz Insolvenzreife leistet er verbotene Zahlungen an Lieferanten. Der Insolvenzverwalter fordert alle verbotenen Zahlungen ab Insolvenzreife vom Geschäftsführer persönlich zurück. Die Forderung beläuft sich bei zweimonatiger Verschleppung auf 70.000 €.

Verletzung von Schutzrechten

Ein Immobilienmakler veröffentlicht auf seiner Webseite Bilder einer Villa. Der Rechteinhaber erhebt einen Unterlassungsanspruch, da diese Bilder ohne seine Einwilligung veröffentlicht wurden. Die Kosten belaufen sich auf 5.000 €.

Cyber-Eigenschaden

Der Mitarbeiter einer Hausverwaltung öffnet den Anhang einer E-Mail, welcher einen Verschlüsselungstrojaner beinhaltet. Alle Daten auf den Systemen der Agentur werden somit unlesbar gemacht. Die Kosten für die IT-Forensik sowie die Entfernung der Schadsoftware und Installation neuer Sicherheitssoftware betragen 26.000 €.

Cyber-Drittschaden

Der Mitarbeiter eines Immobilienmaklers versendet versehentlich eine E-Mail mit einem vireninfizierten Anhang an einen großen Kunden. Dieser verursacht beim Kunden einen Systemabsturz der das Unternehmen für einige Tage außer Betrieb setzt. Der Kunde stellt Haftpflichtansprüche aus Schadenersatz und entgangenen Gewinn in Höhe von 78.000 €.

Vermögenseigenschaden

Der Mitarbeiter eines Maklerbüros verursacht grob fahrlässig den Verzug eines Projektes. Der Auftraggeber entzieht dem Unternehmen daraufhin das Projekt. Das Beratungsunternehmen nimmt daraufhin seinen Mitarbeiter in Anspruch. Der Schadenersatz wird in Höhe von 12 Monatsgehältern geltend gemacht.

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Rebekka Seidenberg

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